Die Verlegung von Parkett

Die Aushärtezeit des neuen Zementestrichs muss mindestens 21 Tage betragen.

Danach wird die Fußbodenheizung langsam in Betrieb genommen, d. h. der Vorlauf wird täglich um 5 °C gesteigert, bis er seine maximale Vorlauftemperatur erreicht hat. Diese maximale Temperatur muss mindestens einen Tag pro cm Estrichstärke andauern und ist ohne Nachtabsenkung einzuhalten.

Danach wird die Heizung um täglich 5 °C gedrosselt, bis die Oberflächentemperatur des Estrichs 15 - 18 °C beträgt.

Das Parkett ist bei einer Estrichtemperatur von > 15 °C und einer relativen Luftfeuchte von 50 - 60 % zu verlegen. Die Feuchte im Estrich darf jetzt 1,5 % nicht mehr überschreiten.

Das Ausheizprotokoll für normgerechtes Ausheizen muss dem Bauherrn vom Installateur vorgelegt und bestätigt werden.

Nach der Verlegung der Böden muss das vorerwähnte Klima ca. eine Woche gewährleistet sein.

Die Beheizung des Estrichs vor der Parkettverlegung ist deshalb so wichtig, weil bei diesem Vorgang Feuchtigkeit abgegeben wird, die sonst in den Parkettboden geheizt würde (Beheizung muss immer direkt vor der Verlegung erfolgen, auch wenn z. B. in der Althaussanierung alte Beläge aufgenommen werden).

Beachten Sie allerdings, dass auch bei einem abgesperrten Fertigparkett während der Heizperiode mit einer geringfügigen Fugenbildung sowohl an Längs- als auch an den Stirnstößen gerechnet werden muss.

Hölzer mit einem höheren Quellmaß bzw. einer größeren Angleichsgeschwindigkeit der Holzfeuchtigkeit neigen zu einer entsprechenden größeren Fugenbildung, ebenso größere Abmessungen wie z. B. Landhausdielen.

Grundsätzlich sollte das Parkett bei Verlegung auf Estrich mit Fußbodenheizung verklebt werden! Eine schwimmende Verlegung ist aufgrund des höheren Wärmedurchlasswiderstands (Dämmunterlage plus ev. Luftpolsterbildung und der Gefahr der Abrissfugen) nicht zu empfehlen.


Die Vorteile

  satter Auftritt, kein Hohlklang

  geringe Konstruktionshöhe

  Verlegung ohne Schienen möglich

 


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